Windows 10 und Microsoft Office Lizenz kaufen

Windows 10

Vorsicht vor Software-Piraterie! Gerade jetzt, rund einen Monat nach Support-Ende von Windows 7 durch Microsoft, reiben sich Vertreiber von illegal erworbener Volumenlizenzen an Privatkunden die Hände. 
Sicherlich seid ihr schon auf etliche Angebote von extrem günstigen Windows 10 oder Microsoft Office Lizenzen gestoßen. Sei es auf Handelsplattformen wie Amazon oder eBay oder auf den Webshops der Vertreiber selbst. Überall findet ihr Angebote für 50€ sowohl für Windows 10 als auch für Microsoft Office. Aber wie können diese so viel günstiger angeboten werden, als direkt bei Microsoft oder im Elektronikhandel um die Ecke? 
Zum Vergleich: eine Windows 10 Pro Lizenz kostet bei fast allen Händlern um die 50€, bei  Microsoft direkt kostet Windows 10 Home bereits 145€.

Das illegale Geschäft mit Volumen-Lizenzen

Es handelt sich bei diesen Angeboten fast immer um Lizenzen für den Businessbereich wie z.B. die Produktreihen Professional oder Enterprise. Diese können auch nur als Geschäftskunde erworben werden, der Privatanwender kommt an diese Produkte im Normalfall gar nicht ran. Volumenlizenzen sind Lizenzen mit einem einzigen License-Key für eine bestimmte Anzahl an Benutzern z.B. 1000 Stück. Wenn ein Unternehmen eine neue Lizenz erhält, beispielsweise bei einem Umstieg von Windows 10 Pro auf Windows 10 Enterprise, so kann die frei gewordene Lizenz weiterverkauft werden. Das ist erstmal nicht illegal, solange auch der Lizenzvertrag mit Microsoft an den neuen Lizenzinhaber überschrieben wird. Diese dürfen jedoch nicht an Privatkunden verkauft werden, da die Microsoft-AGB zum einen die kommerzielle Nutzung vorsieht und zum anderen die Nutzung aller Volumenlizenzen nur im selben Unternehmensnetzwerk gestattet. 

Wer muss welche Konsequenzen befürchten?

Es handelt sich um professionell betriebene Software-Piraterie. Konsequenzen sollten in erster Linie die Vertreiber der Lizenzen befürchten, z.B. eine Strafanzeige durch Microsoft wobei die rechtliche Handhabe durch das Briefkastenfirmen-Prinzip mit Firmensitzen im EU-Ausland recht schwer sein dürfte.  

Als Privatkunde wird man irgendwann feststellen, dass die erworbene Lizenz nicht mehr funktioniert, wenn man sein Produkt aufgrund von Neuinstallation bspw. nochmals aktivieren muss. Microsoft stellt nämlich irgendwann einen Missbrauch der Volumenlizenz fest und entfernt sie aus deren System. Die Firma hat inzwischen sogar eine eigene Abteilung hierfür gegründet.
Fordert man eine neue Lizenz beim Vertreiber an, erhält man meist keine Rückmeldung auf sein Anliegen. Uns ist noch kein Fall bekannt, in dem ein Endverbraucher durch Microsoft belangt wurde. Da hier allerdings ein Verstoß gegen die geltenden AGB begangen wird, dürfte Microsoft theoretisch eine Vertragsstrafe vom Endverbraucher einfordern. Aus diesem Grund raten wir vom Kauf solcher Lizenzen bei Dritten ab. 

Wo erwerbe ich legal Microsoft-Lizenzen?

Am besten macht ihr das Microsoft direkt, hier könnt ihr für euer Office-Produkt sogar eine Volumelizenz für den privaten Bereich erwerben. Mit Office 365 könnt ihr Office auf bis zu 6 Geräten gleichzeitig nutzen. Der Nachteil: ihr müsst jährlich die Lizenzgebühren von derzeit 99€ zahlen, was jedoch günstiger ist als noch vor wenigen Jahren. Damals zahlte man rund 200€ für eine Einzelplatzlizenz.
Bei Amazon und anderen Händlern könnt ihr auch Ausschau halten, achtet aber darauf, dass Microsoft als Verkäufer angegeben ist und es sich um Home- oder Standard-Editionen handelt.

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